Über uns
Hier stellen wir unseren Verein vor: warum es uns gibt, welche Ziele wir verfolgen, wer im Vorstand arbeitet und in welchen Verbänden wir Mitglied sind.
Der Verein
Das Unterstützungsnetzwerk Infertilität und Kinderwunsch (UIK e. V.) wurde am 24.11.2024 in Leipzig gegründet. Wir sind eine eine gemeinnützige, bundesweite Initiative von ungewollt Kinderlosen und Patient:innen der Reproduktionsmedizin.
Wir verstehen ungewollte Kinderlosigkeit – auch temporär erlebt – als Krise des Erwachsenenlebens, die gute Unterstützung und eine starke Gemeinschaft braucht. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass Betroffene sich untereinander vernetzen, ihre Geschichten gehört und ihre Anliegen aktiv vertreten werden.
Unsere Ziele
Selbsthilfe stärken
Wir unterstützen den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks aus Selbsthilfegruppen für ungewollt Kinderlose, Menschen mit Fertilitätsstörungen und Patient:innen der Reproduktionsmedizin.
Informieren
Wir bündeln wichtige Informationen aus Medizin, Politik und Forschung, damit alle Betroffenen fundierte Entscheidungen treffen können und das Umfeld gut unterstützen kann.
Aufklären und sichtbar machen
Wir rücken die Themen Fruchtbarkeit, ungewollte Kinderlosigkeit und Fertilitätsstörungen stärker ins öffentliche Bewusstsein. Durch Veranstaltungen, Kampagnen und Gespräche.
Interessen vertreten
Die Interessen von ungewollt Kinderlosen und Patient:innen der Reproduktionsmedizin verdienen Gehör. Wir machen sie stark gegenüber Medizin, Fachpersonen und Politik.
Gemeinsam etwas bewirken
Durch den Austausch und die Zusammenarbeit mit gleichgesinnten Verbänden, Vereinen und Organisationen – national wie international – unterstützen wir Betroffene nachhaltig und wirkungsvoll.
Der Vorstand
Unser Vorstand setzt sich aus mindestens drei und höchstens sieben Mitgliedern zusammen, die alle zwei Jahre bei der Mitgliederversammlung gewählt werden. Wir bringen unterschiedliche Geschichten und Perspektiven mit und haben ein gemeinsames Ziel: eine starke Gemeinschaft für ungewollt Kinderlose und Patient:innen der Reproduktionsmedizin in Deutschland aufbauen. Unsere Vorstandsarbeit ist ehrenamtlich und liegt uns sehr am Herzen.
Lern das aktuelle UIK-Vorstandsteam kennen.
Ulla Gerber
Vorsitzende
„In den Jahren, in denen ich lernen musste, dass das Kinderkriegen leider nicht für mich vorgesehen ist, habe ich vor allem durch andere Betroffene Halt erfahren. Der Verein ist unsere Chance, uns zu verbünden, unsere Stimmen zu erheben und unsere Erfahrungen sichtbar zu machen. Wenn wir die Scham in Mut umwandeln und gemeinsam für einander eintreten, können wir viel erreichen. Ich brenne für die Idee und wünsche mir, dass der Verein einen echten Unterschied macht.“
Friederike Eichner
stellvertretende Vorsitzende
„Ich finde, wir müssen viel mehr über ungewollte Kinderlosigkeit sprechen. Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, wie viele Lücken bestehen und wie wenig Unterstützung es gibt, wenn das Kinderkriegen scheitert. Ohne den Austausch mit anderen Betroffenen wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Deswegen möchte ich gemeinsam mit Verbündeten und viel kollektiver Energie daran arbeiten, Denkweisen zu verändern und Strukturen zu verbessern.“
Stefanie Pohl
Finanzvorständin
„Nach drei ICSIs, vier Jahren Wartezeit und vielen Turbulenzen bin ich trotz PCOS, Mikroprolaktinom und schlechter Eizellqualität endlich schwanger. Ohne die Selbsthilfegruppe in Leipzig hätte ich es nicht so weit geschafft. Aus der Machtlosigkeit auf meinem Weg zum Wunschkind schöpfe ich die Kraft, mich für unser Thema einzusetzen. Ich wünsche mir für den Verein und unsere Gemeinschaft, dass wir uns gegenseitig stärken und gemeinsam so laut werden, bis wir in Berlin gehört werden.“
Tina Heselhaus
Vorstandsmitglied
„Ungewollte Kinderlosigkeit kann isolieren und sprachlos machen. Und obwohl es so viele Menschen gibt, die davon betroffen sind, scheinen wir in der Gesellschaft auf den ersten Blick unsichtbar zu sein. Nur in der Selbsthilfe habe ich gesehen, wie viele Gesichter ungewollte Kinderlosigkeit und Unfruchtbarkeit haben. Wie wichtig und heilsam es ist, sich gesehen und verstanden zu fühlen. Deshalb braucht es eine Organisation wie das UIK, die uns verbindet, stärkt und uns eine Stimme gibt.“
Beate Mühlroth
Vorstandsmitglied
„Die Erfahrungen meiner sechsjährigen Kinderwunschzeit und unzähliger reproduktionsmedizinischer Behandlungen haben mich tief geprägt. Erst als andere öffentlich darüber gesprochen haben, wurde mir klar: Ich bin nicht allein. Diese Erfahrung möchte ich weitergeben – auch jetzt, da ich zwei Kinder in meinen Armen halten darf. Ich möchte dem unerfüllten Kinderwunsch eine Stimme geben. Denn Unfruchtbarkeit verdient Gehör und gesellschaftliche Anerkennung.“
Anika Remberg
Vorstandsmitglied
„Nachdem für mich klar war, dass ich kinderlos bleiben werde, habe ich schnell gemerkt, dass ich andere, die in einer ähnlichen Situation sind, unterstützen möchte. Gesellschaftlich sind so viele Fehlinformationen und Klischees vorhanden, die mich wütend und traurig machen, mich aber auch antreiben, diese aus dem Weg zu schaffen.“
Mitgliedschaften
Um die Anliegen ungewollt Kinderloser und Patient:innen der Reproduktionsmedizin wirkungsvoll und nachhaltig zu unterstützen, arbeiten wir mit gleichgesinnten Verbänden, Vereinen und Organisationen zusammen. Wir sind Mitglied in folgenden Netzwerken und Zusammenschlüssen (in alphabetischer Reihenfolge):
Fertility Europe ist der europäische Dachverband nationaler Patient:innenorganisationen im Bereich der Fruchtbarkeit und assistierten Reproduktion.
Das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen (SpiG) fördert die Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und stärkt patient:innenorientierte Strukturen.
