Ulla Gerber und Beate Mühlroth vor dem BMBFSFJ in Berlin

UIK stellt sich im BMBFSFJ vor

Am 18. November sind wir einer Einladung nach Berlin ins Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) gefolgt, um unseren Verein im Referat 316 vorzustellen. Das Referat ist unter anderem für die Themenfelder Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit, Reproduktionsmedizin und Frauengesundheit zuständig. Wir blicken auf ein konstruktives Gespräch zurück und freuen uns über das klare Interesse an unserer jungen Patient:inneninitiative.

Bundesförderung für Kinderwunschbehandlungen: Aktueller Stand und Herausforderungen

Das BMBFSFJ hat bereits 2012 die Bundesinitiative „Hilfe und Unterstützung bei ungewollter Kinderlosigkeit“ ins Leben gerufen. Damit wurde auch die Bund-Länder-Kooperation angestoßen, die zum jetzigen Zeitpunkt in 12 Bundesländern Paaren eine finanzielle Förderung reproduktionsmedizinischer Behandlungen zusätzlich zum Zuschuss der Krankenkassen ermöglicht. Momentan ist diese Förderung aufgrund der begrenzten Mittel im Bundeshaushalt in einigen Ländern eingeschränkt oder ausgesetzt, was zu großen finanziellen Unsicherheiten bei den betroffenen Paaren führt.

Informationen zu den Förderbedingungen in den einzelnen Bundesländern findet ihr auf dem Informationsportal Kinderwunsch des BMBFSFJ. Hier sind außerdem interessensneutrale Informationen über die Gründe, Folgen und Ursachen ungewollter Kinderlosigkeit versammelt. In der ebenfalls vom BMBFSFJ veröffentlichten Podcast-Reihe mit der Kinderwunschpsychologin Sally Schulze war auch unsere erste Vorsitzende schon zu Gast.

BMBFSFJ zeigt großes Interesse an Perspektive Betroffener

Wir freuen uns über das große Interesse, dass die Leiterin des Referats 316, Frau Sprywald, unserer Arbeit entgegenbrachte. Im Gespräch konnten wir unsere Gründungsgeschichte, unsere bisherigen Aktivitäten und unsere Ziele vorstellen. Wir konnten verdeutlichen, dass die Stärkung der bundesweiten Selbsthilfestrukturen für ungewollt Kinderlose und Patient:innen der Reproduktionsmedizin eines unserer Kernanliegen darstellt, was Frau Sprywald sehr begrüßte.

Ein zentrales Thema unseres Gesprächs war zudem die Informationsflut, der sich Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch gegenüber sehen. Nicht immer ist klar, welches Interesse hinter einem vermeintlichen Informationsangebot steckt. Oft fehlen seriöse Quellen oder gibt es eine Vermischung von Informationen und werblichen Inhalten. Hier teilen wir das Interesse der Bundesinitiative, Betroffene mit verlässlichen und neutralen Informationen zu versorgen.

Gern möchten wir unseren Austausch mit dem BMBFSFJ fortsetzen. Als Selbsthilfe- und Patient:innenorganisation ist es uns ein großes Anliegen, die Interessen ungewollt Kinderloser gegenüber verschiedenen politischen Institutionen und Entscheidungsträger:innen zu vertreten.

Unsere politische Arbeit für ungewollt Kinderlose geht weiter

Auch mit anderen Ministerien und Abgeordneten aller demokratischen Fraktionen möchten wir ins Gespräch kommen. Mit besonderer Wachsamkeit haben wir das Interview mit Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in der ZEIT vom 11. November zur Kenntnis genommen. Darin sprach sie sich dafür aus, eine gesetzliche Lösung zu finden, „die die Eizellspende […] ermöglicht“. Deutschland ist momentan eines der wenigen Länder Europas, in dem ein striktes Verbot der Eizellspende gilt. Und das, obwohl eine von der vorherigen Regierung beauftrage Kommission das Verbot geprüft und sich in ihrem umfangreichen Bericht für die Legalisierung der Eizellspende unter engen Voraussetzungen ausgesprochen hat. Gerade vor diesem Hintergrund sehen wir es als wichtige Chance, dass es nun mit uns eine starke Patient:inneninitiative gibt, die ihre Stimme in diese politische Debatte einbringt.

Fazit: Rückenwind für unsere weitere Arbeit

Insgesamt blicken wir sehr zufrieden auf das Gespräch mit Frau Sprywald, bedanken uns für die Einladung und fühlen uns gestärkt für unsere weitere Vereinsarbeit. Es tut gut zu wissen, dass wir bereits auf Bundesebene wahrgenommen und unsere Anliegen ernst genommen werden. Bleibt dran, werdet mit uns gemeinsam laut und unterstützt uns gern mit einer Mitgliedschaft auf unserer Mission.

Herzlich

Euer UIK e. V. 💜💚🤍

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